{"id":134,"date":"2016-02-09T17:45:41","date_gmt":"2016-02-09T16:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/cordeliakoch.de\/?page_id=134"},"modified":"2026-02-16T11:59:38","modified_gmt":"2026-02-16T10:59:38","slug":"bio2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/cordeliakoch.de\/index.php\/bio2\/","title":{"rendered":"\u00dcber mich"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_683\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 400px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-683\" src=\"http:\/\/cordeliakoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/D81_6085-400x320.jpg\" alt=\"Cordelia Koch, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, BVV Pankow\" width=\"400\" height=\"320\" srcset=\"http:\/\/cordeliakoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/D81_6085-400x320.jpg 400w, http:\/\/cordeliakoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/D81_6085-768x615.jpg 768w, http:\/\/cordeliakoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/D81_6085-800x641.jpg 800w, http:\/\/cordeliakoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/D81_6085-150x120.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p class=\"wp-caption-text\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Cordelia Koch, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/p><\/div>\n<p><strong>Wie ich wurde, wer ich heute bin:<br \/>\nB\u00fcrgermeisterin von Pankow<\/strong><\/p>\n<p>Ich wuchs in einem Dorf in Hessen auf, als Tochter von Textil-Einzelh\u00e4ndlern.<br \/>\nFr\u00fch Verantwortung zu \u00fcbernehmen, war f\u00fcr mich normal: Seit ich 14 bin, arbeitete ich regelm\u00e4\u00dfig in den Gesch\u00e4ften meiner Eltern, w\u00e4hrend des Jurastudiums leitete ich eine Filiale.<br \/>\nArbeit bedeutete bei uns mehr als Broterwerb. Sie bedeutete: f\u00fcr unsere Mitarbeitenden da sein, Probleme l\u00f6sen, Kurs halten, auch wenn es Gegenwind gibt.<\/p>\n<p>Diese Haltung hat mich nie verlassen.<\/p>\n<p>Ich studierte ein Jahr in Paris, in Frankreich hatte ich so etwas wie eine zweite Familie, und ging sp\u00e4ter nach Frankfurt und in den Libanon, um an meiner Dissertation \u00fcber die libanesische Verfassung und das Ende des B\u00fcrgerkriegs zu arbeiten.<br \/>\nGesellschaften, die unter Druck stehen und die Frage, wie Zusammenhalt entsteht, wenn Konflikte im Alltag pr\u00e4sent sind, haben mich immer interessiert. Heute trage ich Verantwortung f\u00fcr Pankow, in einer Zeit, in der Demokratie wieder unter Druck steht.<\/p>\n<p>Nach Pankow kam ich vor bald 20 Jahren. Zehn Jahre lebte ich im Prenzlauer Berg. Seit 2017 lebe ich in Blankenfelde, weil ich hier das Dichte, Urbane, die schnellen Ver\u00e4nderungen nicht verliere und das L\u00e4ndliche, wo Nachbarschaft noch funktioniert, genie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Vielleicht passt genau das zu Pankow.<\/p>\n<p>Denn Pankow ist vieles zugleich:<br \/>\nGro\u00dfstadtbezirk und Dorfkern, Szene-Kiez und Kleinstadt, Geschichte und Umbruch.<br \/>\nDie DDR-Machtzentrale lebte am Majakowskiring. Es organisierte sich die Opposition im Prenzlauer Berg. Hier fiel die Mauer an der B\u00f6sebr\u00fccke.<br \/>\nDiese Gleichzeitigkeit von unterschiedlichen Realit\u00e4ten, damit auch Spannungen und Br\u00fcche geh\u00f6ren zur Identit\u00e4t dieses Bezirks, wie seine freundliche Offenheit.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeisterin wurde ich nicht auf direktem Weg.<br \/>\nNach der Wahl 2021 waren wir B\u00fcndnisgr\u00fcnen st\u00e4rkste Kraft in Pankow und doch kam ich zun\u00e4chst nicht in dieses Amt. Erst nach der Wahlwiederholung w\u00e4hlte mich 2023 die BVV zur B\u00fcrgermeisterin von Pankow.<br \/>\nDiese Erfahrung hat mich gepr\u00e4gt. Sie best\u00e4tigt, dass Politik nicht in Schnellverfahren und markigen Worten oder gl\u00e4nzenden Posen besteht. Politik entsteht aus Beharrlichkeit und aus der klar vermittelten Bereitschaft, Verantwortung anzunehmen. Damit Politik etwas bewirken kann braucht es den langen Atem und den Willen, Aufgaben zu Ende zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich Fehler gemacht, kleine und gro\u00dfe, wie diesen, der mich gepr\u00e4gt hat:<br \/>\nAls im Prenzlauer Berg wegen einer Weltkriegsbombe tausende Menschen evakuiert werden mussten, war mir nicht klar, dass meine Pr\u00e4senz als Sozialstadtr\u00e4tin unverzichtbar ist. Meine Mitarbeiterinnen haben mich am n\u00e4chsten Tag darauf hingewiesen. Deutlich. Und zu Recht.<br \/>\nIch habe daraus gelernt: F\u00fchrung hei\u00dft, die versierten Kollegen zu unterst\u00fctzen und sichtbar Verantwortung zu tragen, gerade in Ausnahmesituationen.<\/p>\n<p>Seit drei Jahren leite ich das Bezirksamt mit \u00fcber 2.700 Besch\u00e4ftigten.<br \/>\nMein Anspruch ist klar: gute Arbeitsbedingungen, klare Ziele, verl\u00e4ssliche Abl\u00e4ufe; eine Verwaltung, die Probleme l\u00f6st und unser Pankow von morgen aktiv gestaltet.<\/p>\n<p>Ich verstehe mich als Ansprechpartnerin f\u00fcr alle, die in Pankow leben, unabh\u00e4ngig von Herkunft, Einkommen oder Pass. Ich m\u00f6chte, dass sich die Menschen an diesem Ort der Vielfalt zu Hause f\u00fchlen. Und dass sie sp\u00fcren: Diese Stadt funktioniert, weil sich jemand k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Mein Politikstil ist ruhig, klar und hartn\u00e4ckig. Ich glaube nicht an gro\u00dfe Gesten. Ich glaube an Beharrlichkeit und an Struktur. Und daran, dass man Konflikte nicht zuspitzen muss, um sie ernst zu nehmen.<\/p>\n<p>Pankow ist eine Gro\u00dfstadt, die weiter wachsen wird. Aktuell haben wir Schulden beim Land Berlin. Nat\u00fcrlich haben die Menschen trotzdem Erwartungen an diesem Bezirk Pankow. Und wir haben ein enormes Potenzial.<br \/>\nDiese Stadt zu gestalten, ihre soziale Infrastruktur zu sichern, den Klimawandel praktisch anzugehen und den Zusammenhalt zu st\u00e4rken: Das ist mein Auftrag.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr kandidiere ich.<br \/>\nUnd daran arbeite ich. Jeden Tag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ich wurde, wer ich heute bin: B\u00fcrgermeisterin von Pankow Ich wuchs in einem Dorf in Hessen auf, als Tochter von Textil-Einzelh\u00e4ndlern. 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